Vertrieb & Marketing
Der virtuelle Showroom: Maschinen zeigen, die nicht vor Ort sind
Virtueller Showroom Maschinenbau: das ganze Portfolio zeigen

Das Portfolio ist größer als jeder Stand
Kein Messestand fasst das gesamte Programm eines Maschinenbauers. Auf die Fläche passen zwei, vielleicht drei Maschinen. Der Rest des Portfolios — oft der größere Teil — bleibt zu Hause und existiert auf der Messe nur als Prospekt oder als Satz im Verkaufsgespräch.
Ein virtueller Showroom schließt genau diese Lücke. Er zeigt jede Maschine des Programms, unabhängig davon, was physisch mitgereist ist.

Was ein virtueller Showroom leistet
Der Begriff klingt nach Zukunftstechnologie, meint aber etwas Praktisches: eine interaktive Umgebung, in der Maschinen und Anlagen aus den vorhandenen CAD-Daten erlebbar werden — drehbar, zu öffnen, in Bewegung, teils in Virtual Reality.
Auf der Messe ergänzt er die physischen Exponate: Fragt ein Besucher nach einer Maschine, die nicht auf dem Stand steht, holt der Vertrieb sie auf den Bildschirm, statt ins Prospekt zu greifen. Im Kundentermin ersetzt er die Musteranlage, die man nicht mitbringen kann — der Außendienst zeigt das komplette Programm auf dem Notebook, auch ohne Internetverbindung. Und vor wie nach der Messe erreicht er die, die nicht kommen konnten: Der Showroom steht dauerhaft zur Verfügung, nicht nur an den fünf Messetagen.
Ersatz oder Ergänzung?
Die ehrliche Antwort: Ergänzung, kein Ersatz. Eine Maschine anzufassen, ihre Größe zu spüren, sie laufen zu hören — das leistet kein Bildschirm. Wo das zählt, bleibt das physische Exponat unverzichtbar.
Der virtuelle Showroom entlastet den Messeauftritt aber an genau den Stellen, wo das Exponat an seine Grenzen kommt: bei der Breite des Portfolios, bei der Erreichbarkeit über die Messetage hinaus, bei den Kosten. Ein Verantwortlicher bei der HOMAG Group formuliert es so: Digitale Showrooms ließen sich in kürzester Zeit präsentieren und anpassen — und erreichten so auch Kunden, die nicht vor Ort sein können.
Wann er sich rechnet
Ein virtueller Showroom lohnt sich, sobald drei Dinge zusammenkommen: ein Portfolio, das größer ist als jeder Stand, Kunden, die man auch außerhalb von Messen erreichen will, und CAD-Daten, die als Grundlage bereitstehen. Für die meisten Maschinen- und Anlagenbauer treffen alle drei zu.
Der Aufbau beginnt nicht mit dem kompletten Programm, sondern mit den Maschinen, die am häufigsten nachgefragt werden — und wächst von dort. Welche Ihrer Maschinen würde als Erstes in einen virtuellen Showroom gehören? Im Discovery-Workshop finden wir es gemeinsam heraus.