Vertrieb & Marketing
CAD-Daten im Vertrieb nutzen: Was mit vorhandenen Daten möglich ist
CAD-Daten im Vertrieb nutzen: Was mit vorhandenen Daten möglich ist

Ihre wertvollsten Vertriebsdaten liegen in der Konstruktion
In jedem Maschinenbauunternehmen gibt es einen Datenschatz, der im Vertrieb fast nie genutzt wird: die CAD-Daten der eigenen Produkte. Sie sind vollständig, präzise und existieren, lange bevor die erste Maschine gebaut ist. Und trotzdem endet ihre Reise meist in der Fertigung.
Das ist eine verpasste Gelegenheit. Denn genau diese Daten enthalten alles, was der Vertrieb braucht, um ein erklärungsbedürftiges Produkt verständlich zu machen — die Geometrie, die Baugruppen, die Bewegungen, das Innenleben. Was fehlt, ist der Weg von der Konstruktionsabteilung ins Verkaufsgespräch.

Was sich aus vorhandenen CAD-Daten erzeugen lässt
Aus einer einmal aufbereiteten Datenbasis entsteht weit mehr als ein hübsches Bild. Im Verkaufsgespräch öffnet der Vertrieb die Maschine interaktiv, blendet Baugruppen ein und aus und zeigt Funktionsabläufe in Bewegung. In der Anlagenberatung entstehen komplette Fabriklayouts gemeinsam mit dem Kunden, in 2D, 3D oder VR. Fürs Marketing werden Renderings, Videos und Printvorlagen aus derselben Quelle erzeugt, ohne Fotoshooting und ohne externe Renderfarm. Und in der Schulung nutzen dieselben Modelle, die im Verkauf überzeugen, später die Ausbildung von Bedienern und Servicetechnikern.
Der entscheidende Punkt: Es ist eine Datenbasis für all das. Nicht fünf getrennte Projekte bei fünf Dienstleistern.
Wo die Grenzen liegen — und warum sie kein Problem sind
Zwei Einwände hören wir regelmäßig. Der erste: „Unsere CAD-Daten sind nicht sauber genug.“ Das sind sie nie. CAD-Daten sind für Konstruktion und Fertigung optimiert, nicht für Echtzeitdarstellung. Die Aufbereitung ist deshalb Teil der Arbeit, keine Vorleistung des Kunden. Selbst frühe Prototypenstände lassen sich verwenden.
Der zweite: „Wir können keine Konstruktionsdaten aus dem Haus geben.“ Muss man auch nicht dauerhaft. Für interaktive Anwendungen genügt eine stark vereinfachte, verschlüsselte Ableitung des Modells — ohne die Konstruktionsintelligenz des Originals. Daraus lässt sich das Produkt nicht rekonstruieren.
Der Unterschied zwischen einer Insel und einer Plattform
Viele Unternehmen haben einzelne dieser Anwendungen bereits — einen Konfigurator hier, ein Rendering-Projekt dort. Das Problem: Jede dieser Insellösungen bereitet die Daten für ihren eigenen Zweck auf. Beim nächsten Bedarf beginnt die Arbeit von vorn.
Der eigentliche Hebel liegt darin, die CAD-Daten einmal so aufzubereiten, dass alle Anwendungsfälle sich daraus bedienen — aus einer Quelle, wiederverwendbar, wachsend mit jedem Produkt. Möchten Sie wissen, wie das für Ihre Maschinen aussähe? Der Einstieg ist ein Discovery-Workshop: ein Tag, an dem wir gemeinsam die Maschinen auswählen, bei denen sich der Anfang am schnellsten rechnet.